Seeufergestaltung 1. Etappe, Brunnen SZ

2016
 

Die historische Uferpromenade, die auf das 19. Jahrhundert zurückgeht, macht heute noch einen wesentlichen Teil der Identität von Brunnen aus. Die Massnahmen zur Aufwertung und Erneuerung der Seeuferanlagen greifen die historische Konzeption auf und die alten Ufermauern werden weitgehend erhalten. Schirmförmig geschnittene Platanen werden als Leitbaumart entlang der ganzen Quaianlagen neu gepflanzt. Der Waldstätterquai wird mit einem einheitlichen Belag grosszügiger gestaltet, Bänke unter Bäume laden zum Verweilen ein.

Eine neue, stimmungsvolle Beleuchtung, die Rücksicht auf die besondere Lage am See nimmt, wertet den Waldstätterquai auch nachts auf. Ein neuer Seesteg, seewärts vor die historischen Ufermauer gebaut, steigert die Attraktivität der Quaianlagen wesentlich und ermöglicht an geeigneten Stellen auch einen direkten Zugang zum See.

Der Steg kann hohem Wasserstand oder starkem Wellengang überflutet werden, da er möglichst nahe zum Seespiegel angelegt wurde. Diese bauliche Massnahme schützt im Weiteren die bestehenden Ufermauern vor Wellenschlag, so können die alten Mauern langfristig erhalten werden. Zwischen Hotel Waldstätterhof und Schiffanlegestelle wird eine grosszügige Seetreppe erstellt, die den Zugang zum See noch leichter macht und als attraktiver Aufenthaltsbereich mit grandioser Aussicht auf die Urner Alpen dient.

Im Bereich der Schiffanlegestelle soll dereinst ein grosszügiger Platz geschaffen werden, der nahtlos in die aufgewertete Bahnhofstrasse und den Schiltenüni-Platz übergeht. Dieser Bereich ist noch nicht realisiert und soll in einer 2. Etappe umgesetzt werden.

 

Bauherrschaft:
Gemeinde Ingenbohl-Brunnen
 

Beteiligte Planer:
ryffel + ryffel ag, Landschaftsarchitekten BSLA/SIA
Dettling Wullschleger Architekten AG, Zürich und Oberarth
Staubli, Kurath & Partner AG, Wasserbauingenieure, Zürich und Zug
 

Wettbewerb:
2005, 1. Preis